Welche Ironie der Geschichte! Ausgerechnet Bertolt Brecht, dem die Nazis vom Tag ihrer Machtergreifung an nachstellten, hat sich in Ostberlin beim Staatsrat der DDR sehr für einen Facharzt für Urologie eingesetzt, der seit 1934 bei der Luftwaffe im Dienst der SS stand. Denn Dr. Ferdinand Hüdepohl war der erste Arzt, der ihm bei seinen chronischen Nierenbeschwerden helfen konnte. Deshalb schrieb er im Februar 1955 an DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl, dass Hüdepohl einen Einzelvertrag bekommen sollte – wie Brecht selbst. Auf diese Episode ist nun sein neuer englischer Biograf Stephen Parker, Germanist in Manchester, gestoßen.
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Quelle: Augsburger Allgemeine


