Marbach - China, Ai Weiwei und die "Kunst der Aufklärung" - wenn in diesen Tagen über das Verhältnis von Politik und Kultur geredet wird, kommt man an den skandalösen Vorgängen in Peking nicht vorbei. Unmittelbar nach Eröffnung der von deutschen Museen konzipierten Aufklärungsschau wird dort ein Künstler verhaftet und verschleppt, der konsequent wie kaum ein Zweiter die Prinzipien ebendieser Aufklärung in die chinesische Öffentlichkeit getragen hat: ein Affront sondergleichen, den die deutsche Seite, wie es scheint, mittlerweile nicht mehr tatenlos hinnehmen will. Es muss etwas geschehen, darin sind sich alle einig. Aber was?
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Quelle: Stuttgarter Zeitung


